Die CDU Fraktion hat in der Ratssitzung am 17.11. folgenden Antrag zum Tagesordnungspunkt Investitionsstrategie gestellt. Hintergrund sind Bedenken, dass die Kosten für den Schwimmbadneubau höher ausfallen als ursprünglich von den Befürwortern aus SPD, Grünen und UWG angegeben und damit dringend notwendige Investitionen in unsere Infrastruktur gefährden. Es muss aus unserer Sicht darauf geachtet werden, dass die Gemeinde sich hier nicht überhebt und auch in Zukunft in der Lage ist, sowohl ihren Pflichtaufgaben nachzukommen als auch gestalten zu können. Dabei sind aus unserer Sicht auch die Betriebskosten in den Blick zu nehmen. Von den folgenden Punkten wurden dabei Punkt 2 und 3 – wenn auch in leicht veränderter Form – angenommen. Es ist somit anzunehmen, dass in regelmäßigen Abständen die Kosten überprüft und die Projekte abgewogen werden. Zugleich konnten wir dem gesamten Beschlussvorschlag nicht zustimmen, da damit aus unserer Sicht eine zu starke einseitige Fixierung und Vorfestlegung auf die Summen getroffen wurde. Sinnvoller wäre aus unserer Sicht ein schrittweises Vorgehen gewesen, welches mit unseren Vorschlägen deutlicher geworden wäre.

Im Folgenden nun der Antrag und die Begründung:

„Die CDU-Fraktion beantragt zum Tagesordnungspunkt Investitionsstrategie folgende Punkte.

Erstens: Punkt 1 wird nur für das Jahr 2022 beschlossen. Die folgenden Investitionen können erst dann beschlossen werden, wenn der Arbeitskreis Schwimmbad näher gehende Angaben zu Herstellungs- und Betriebskosten des Schwimmbads erarbeitet hat. Der Arbeitskreis wird hierzu ausdrücklich aufgefordert.

Zweitens: Punkt 6 Feuerwehrgerätehaus Hillmicke – ist um ein Jahr mit Abschluss im Jahr 2026 nach vorne zu ziehen.

Drittens: Um „Ist“ und „Soll“ der Planungen vergleichen zu können und insbesondere die Erfüllung der Pflichtaufgaben sicherzustellen, evaluiert die Verwaltung den Plan rechtzeitig vor der Einbringung des jährlichen Haushalts hinsichtlich des Fortgangs der Investitionsmaßnahmen und gibt dem Rat dies zur Kenntnis. Hierzu wird die Sitzung im September vorgeschlagen.

Viertens: Über den weiteren Fortgang der Investitionen zum Schwimmbad wird im Rahmen der Sitzung im September 2022 beraten. Sollten weitergehende Klärungen bei den Kosten zur Gesamtschule und zum Schwimmbad als den beiden größten Einzelposten bei den Investitionen vorher stattgefunden haben, kann darüber auch vorher im Jahr 2022 entschieden werden.

Der Antrag wurde wie folgt begründet:

Der vorgelegte Entwurf zeigt die zahlreichen Investitionen auf, die die Gemeinde in den kommenden Jahren zu bewältigen hat. Als drei große Themen werden der Ausbau der Grundschulen, die Stärkung der feuerwehrtechnischen Infrastruktur und der Neubau eines Schwimmbades in den Blick genommen, wobei das größte Projekt mit dem Umbau der Gesamtschule noch nicht eingeplant ist.

Die Ertüchtigung der Feuerwehrhäuser als Pflichtaufgabe der Gemeinde, immer wieder in Beschlüssen wie im Jahr 2017 sowie im Brandschutzbedarfsplan untermauert, muss Priorität haben und umgesetzt werden. Hier steht die Politik mit den von ihr getroffenen Beschlüssen im Wort und muss die Sicherheit der Bevölkerung sowie der Feuerwehrleute als Pflichtaufgabe adäquat gewährleisten. Nicht minder bedeutsam ist unsere Zuständigkeit als Schulträger für adäquate Schulbauten zu sorgen. Wir dürfen die Zukunftschancen unserer Kinder nicht leichtfertig verspielen. Hier mahnen konkret der Schulentwicklungsplan und die Umsetzung der Ganztagsangebote zu einer schnellen Umsetzung der Umbauten an den Grundschulen. Das Schwimmbad, dessen Neubau beschlossen ist, ist eine weitere Aufgabe, die durch die personelle Verstärkung im Bauamt zwar parallel wahrgenommen werden kann, aber aus unserer Sicht Risiken birgt. Seit der Vorlage des Werdohler Modells als Alternative zur Sanierung haben sich die veranschlagten Kosten von ca. 5-6 Millionen auf 10-14 Millionen stark erhöht, also im schlechtesten Fall eine Verdreifachung. Angesichts der anstehenden Aufgaben kann dies nicht einfach hingenommen werden. Die jährliche Wiedervorlage soll sicherstellen, eventuelle finanzielle Risiken zu beobachten und sicherzustellen, dass Bildung und Bevölkerungsschutz angemessen Berücksichtigung finden und damit die Pflichtaufgaben adäquat wahrgenommen werden können.

Hierzu wird der Arbeitskreis Schwimmbad gebeten, die Kosten sowohl für die Herstellung als auch für den jährlichen Betrieb zu konkretisieren. Mit dem zu beschließenden Standort in TOP 12 werden erste Voraussetzungen zur Kostenermittlung geschaffen, das konkrete Vorgeben im nicht öffentlichen Teil besprochen. Mit der Bereitstellung der Mittel für 2022 werden darüber hinaus die finanziellen Voraussetzungen geschaffen. Da das Schwimmbad und die Gesamtschule die beiden größten Einzelposten darstellen, müssen beide gemeinsam abgewogen werden. Hier ist es sinnvoll, nicht das eine zu beschließen, ohne die Höhe der anderen Investition abschätzen zu können. Angesichts der anstehenden Investitionen muss Handlungsspielraum bleiben, um beispielsweise Investitionen in die Umgehung in Gerlingen noch überhaupt tätigen zu können. Unsere Zustimmung steht daher unter dem klaren Vorbehalt, dass die Pflichtaufgaben adäquat wahrgenommen werden können.

Den Ausbau der digitalen Infrastruktur voranzutreiben und eine flächendeckende Versorgung sicherzustellen ist eine wichtige Aufgabe für die kommenden Jahre. Steigende Datenvolumen, hervorgerufen durch und Voraussetzung für Telemedizin, Digitalisierung in Industrie, Haus und Verkehr sowie Home Office und Home Schooling, verlangen nach größeren Bandbreiten/Datenmengen und einer stabilen Infrastruktur. Dies gilt auch für die Nutzung von multimedialen Angeboten, deren Datenverbrauch in den letzten Jahren stark zugenommen hat.

Im Zuge der Verlängerung der Anmeldefist bis zum 04.09.21 der Deutschen Glasfaser möchten einige Hünsborner Ratsmitglieder überparteilich die Chance nutzen, um über die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen zum Angebot der deutschen Glasfaser zu informieren. Hierzu sind Informationstermine mit der Deutschen Glasfaser und Hünsborner Ratsmitgliedern am Nahkauf, Siegener Straße 99, am Freitag 20. August von 16:00 bis 19:00  und am Samstag 21. August von 10:00 bis 15:00 geplant. Parallel bieten wir noch eine Informationsveranstaltung in Zusammenarbeit mit der ZWO am Mittwoch den 11. August ab 19:00 in der Gaststätte „zu den drei Königen“ an. An dieser Veranstaltung wird die deutsche Glasfaser nicht teilnehmen.

Interessierte und diejenigen, die noch offene Fragen haben, sind zu diesen Veranstaltungen gerne und unverbindlich eingeladen. Wir freuen uns, ins Gespräch zu kommen.

Mit freundlichem Gruß

Jürgen Greis

Ratsmitglied und Ortsunionsvorsitzender Hünsborn

Das Vereinsleben ist seit März 2020 stark durch die Maßnahmen gegen Corona Pandemie beeinträchtigt. Vereinen, die starke finanzielle Einbußen, muss dabei geholfen werden. Dies kann aus unserer Sicht aber nicht nach einem Gießkannenprinzip für alle Vereine erfolgen, da dies mit einer soliden Haushaltsführung unvereinbar ist und die Gemeinde eine gute Vereinsförderung bereits unterhält. Wenn es Vereine gibt, die durch Corona in ihrer wirtschaftlichen Existenz gefährdet sind, können wir nur dazu auffordern, sich bei uns oder direkt bei der Gemeindeverwaltung zu melden.

Es stehen darüber hinaus zahlreiche Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten des Landes – so beispielsweise zur Sportstättenförderung – zur Verfügung. Ebenso ist der Corona Hilfsfond ist bisher nur sehr begrenzt in Anspruch genommen worden. Hier ist es noch möglich, beim Land bis zum 31.7. einen Anftrag zur Förderung im Rahmen des Sonderprogramms Heimat zu stellen. Wir stehen an der Seite der Vereine und werden bei konkreten Anfragen entsprechend zielgerichtet handeln.

Die vergangene Sitzungsperiode hat erneut deutlich gemacht, dass es insbesondere Grünen und SPD sich allein von Schlagworten leiten lassen. Mit dem Beschluss zum Schwimmbadneubau ist man gewillt, entsprechend Geld in die Hand zu nehmen – ohne sich Gedanken über die zukünftige Finanzierung zu machen. Wie kann man sich sonst erklären, dass man nicht gewillt ist, das Anliegen eines überkommunalen Gewerbegebietes mitzutragen? Die Stellungnahme der Gemeinde hierzu wurde von den beiden Parteien zumindest nicht mitgetragen.

Um es deutlich zu sagen: Eingriffe in die Landschaft sind immer problematisch. Es gilt hier stets abzuwägen. Ebenso wird das Verkehrsaufkommen mit einem Gewerbegebeiet steigen. Aber nur mit einer wirklichen Ortskernentlastungsstraße mit Einmündung nach Gerlingen lässt sich eine Minderung der Verkehrssituation in Gerlingen erreichen. Dies geht nur mit dem Ruttenberg, der als interkommunales Gewerbegebiet langfristig unsere Finanzen und damit die Struktur stärkt. Interessant ist in diesem Zusammenhang das Verständnis der Grünen zur kommunalen Selbstverwaltung, das an zahlreichen Wortbeiträgen und dem Abstimmungsverhalten deutlich wird. Wird es knifflig, tendiert man zur Enthaltung. Darüber hinaus möchte man abwarten, welche gesetzlichen Bestimmungen sich aus dem Urteil des Verfassungsgerichts zum Klimaschutz ergeben – und dafür die Möglichkeit der Stellungnahme zum Regionalplan und somit Einflussmöglichkeiten der Gemeinde verstreichen lassen. Sieht so gestalten aus? Dass in der Frage des Fraktionsvorsitzenden gar ein Neubau der Gesamtschule ins Spiel gebracht wurde, ist aus Umweltgesichtspunkten nur dann zu verstehen, wenn man Emissionen der Bautätigkeit und des Abriss unter den Tisch fallen lässt. Wer hätte es gedacht, dass Grüne sich als Befürworter zur Errichtung von Gebäuden ausgeben und zugleich private Bauwillige mit immer mehr Vorschriften überziehen.

Interessant war auch das Verhalten zur Förderung des Zirkuszeltes der Kirchengemeinde Wenden. Statt vom Ermessensspielraum Gebrauch zu machen und Sport sowie Kultur zu fördern, wollte die SPD das Zelt statt mit 50.000 nur mit 20.000 Euro fördern. Ein weiteres Beispiel für die Einstellung zur Vereinsförderung war das Anliegen des Lufsportvereins Hünsborn. Dessen Antrag zur Bezusschussung einer Photovoltaikanlage sollte zurückgewiesen werden, weil bis zur Umrüstung des Fuhrparks entsprechende Erträge durch Einspeisung erzielt würden. Das ist schon erstaunlich, möchte die SPD doch zumindest verbal einerseits die Vereine und andererseits den Ausbau der Photovoltaik fördern. Aber beides zusammen scheint aus sozialdemokratischer Sicht nicht sinnvoll zu sein.

Die CDU hingegen sieht es als notwendig an, pragmatisch Klima- und Umweltschutz zu betreiben und dies mit anderen Interessen abzuwägen. Wir müssen jetzt die Voraussetzungen für die erfolgreiche Zukunft unserer Gemeinde schaffen: Mit einer angemessenen Infrastruktur und mit gesunden Vereinen für unsere Wendener Mitbürger!

Die Grundlage für die Ansiedlung neuer Betriebe und die Erweiterung der heimischen Unternehmen ist die Schaffung neuer Gewerbegebiete. Mit dem interkommunalen Gewerbegebiet „Ruttenberg“ am Autobahnkreuz A4/A45 soll eine weitere Grundlage geschaffen werden. Denn nach Überzeugung der CDU aus Wenden und Olpe ist der „Ruttenberg“ ein besonders gut geeigneter Standort für dieses Vorhaben. Gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Jochen Ritter, dem Olper Bürgermeister Peter Weber, sowie dem Wendener Baudezernent Markus Hohmann, der den verhinderten Bürgermeister Bernd Clemens vertrat, berieten Vertreter der CDU beider Kommunen in einer Videokonferenz über das weitere Vorgehen zur Realisierung des Gewerbegebiets.

„Für eine zügige Entwicklung ist es wichtig das Gewerbegebiet im neuen Regionalplan wiederzufinden“, machte Peter Weber deutlich. „Eine entsprechende Stellungnahme der beteiligten Kommunen zum Regionalplanentwurf wird der Bezirksregierung zugehen.“, so Weber. „Die Herausforderung an dieser Stelle ist, Wirtschaft, Umwelt und Verkehr so unter einen Hut zu bekommen, dass die entscheidenden Behörden davon überzeugt sind und die Menschen vor Ort damit leben können.“, so Jochen Ritter. „Dazu stehe ich in Kontakt mit dem Regierungspräsidenten und anderen Stellen des Landes, die dabei eine Rolle spielen. Eine Voraussetzung für die Aufnahme in den Regionalplan ist, nach Aussage der Bezirksregierung, das „Kriterium der Äußeren Anbindung“ zu erfüllen. Zuwegungen wurden in der Vergangenheit bereits diskutiert und sind heute wieder tagesaktuell, denn auch für das bestehende Industriegebiet „Auf der Mark“ wird in Gerlingen dringend eine neue Anbindung gesucht, die den Verkehr im Ort spürbar entlastet.

Bernd Eichert, Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbands Wenden, schlägt vor eine Zufahrt zu planen über die zukünftig beide Gewerbegebiete erreichbar sind. Die Vertreter der CDU aus Wenden und Olpe waren sich abschließend einig in die Planung der äußeren Verkehrserschließung umgehend einzusteigen und damit die Entwicklung des Gewerbegebiets „Ruttenberg“ zu ermöglichen, sowie die Verkehrsbelastung in Gerlingen deutlich zu reduzieren. Einvernehmen bestand ebenfalls darin, dass eine Entlastung des Ortes Gerlingen nicht zu einer Belastung der Nachbarorte führen dürfe.

Die Amazon-Ansiedlung erhitzt viele Gemüter – insbesondere und verständlicherweise in der direkt betroffenen Ortschaft Gerlingen. Sowohl bei der Informationsveranstaltung Anfang Januar als auch in der letzten Ratssitzung wurde überfraktionell deutlich: Die Ansiedlung des Verteilzentrums wird die hohe verkehrliche Belastung in Gerlingen verschärfen und gleichzeitig lässt sich die Ansiedlung rechtlich nicht versagen. Der Kreis Olpe hat mittlerweile dem Antrag stattgegeben.

In der Ratssitzung im Februar wurde der einstimmige Beschluss gefasst, in Gerlingen eine Verkehrsflussanalyse durchzuführen. Hier wurde deutlich, dass sich alle Fraktionen einig darin sind, dass man Amazon nicht haben wolle. Zugleich werde Amazon aber im Industriegebiet sein Verteilzentrum bauen – ob mit oder ohne Ampelanlage. Sollte sich diese in der Analyse als sinnvoll erweisen, wird diese errichtet. Mit dem zeitlich skizzierten Ansatz lässt sich davon ausgehen, dass diese Analyse rechtzeitig abgeschlossen sein wird. Dass man vor der Ampel warten muss, um die anderen Verkehrsteilnehmer vorzulassen, muss wohl noch gesondert erläutert werden – angesichts der Aussage eines SPD-Ratsmitglieds, dass man es nicht ertragen könne, wenn man vor der Ampel warte und ein Amazon Fahrzeug Vorfahrt habe. Von solchen Formulierungen distanzieren wir uns deutlich, zumal populistische Phantasien befördert werden, was ein Gemeinderat alles beschließen und durchsetzen könne. Dies hilft definitiv nicht weiter. Es gilt stattdessen, schrittweise eine Linderung der Problematik herbeizuführen.

Es geht schon seit mehreren Jahren darum, unterschiedliche Perspektiven für eine Entlastung in Gerlingen zu schaffen. Auch wenn die damalige Ortsumgehung abgelehnt wurde, muss durch die Ansiedlung von Amazon eine Ortsumgehung wieder eine Option sein. Die CDU setzt sich für unterschiedliche Varianten wie der erneuten Prüfung einer Ortsumgehung oder für einen zusätzlichen Autobahnanschluss ein. Sie versucht seit Jahren Verbesserungen zu erreichen – von kleinen Verbesserungen wie einer harmonisierten Ampelschaltung und die Verlegung einer Bushaltestelle bis hin zur bereits erwähnten Realisierung von Autobahnanschlüssen eines Gewerbegebietes „Am Ruttenberg“. Schlussendlich ist man bei allen Vorschlägen auf übergeordnete Behörden angewiesen. Wer dies in Frage stellt, verkennt die Realität. Die Korrespondenz hierzu füllt jedenfalls bereits in der Gemeindeverwaltung ganze Ordner. Dennoch sind wir weiterhin – auch mit dem gebotenen Nachdruck – auf verschiedenen Ebenen aktiv, eine Verbesserung für Gerlingen durch eine Ortsumgehung oder einen zusätzlichen Autobahnanschluss herbeizuführen.

Der Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion hat in seiner Haushaltsrede die Grundlagen der CDU-Politik für den kommenden Haushalt dargelegt: in finanziell schwierigen Zeiten besonnen agieren und Impulse für die Zukunft setzen – ohne vorschnell zu handeln. Die komplette Rede und die gesetellten Anträge finden sich hier zum Download.

Im aktuellen Entwurf des Regionalplans ist das geplante Gewerbegebiet „Ruttenberg“ leider nicht vorgesehen. Die CDU Wenden wird alles unternehmen, damit der Ruttenberg im Regionalplan aufgenommen wird, da für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde die Entwicklung des Ruttenberg zwingend notwendig ist. Die heimische Presse hat die Problematik in ihrer Berichterstattung aufgenommen, wie im oben abgebildeten Artikel vom 30.1.2021 in der Westfalenpost deutlich wird. In den kommenden Monaten kommt es darauf an, die unterschiedlich am Verfahren Beteiligten von der Notwendigkeit und der Machbarkeit des Gewerbegebietes zu überzeugen.


Die letzte Ratssitzung vom 9. Dezember 2020 war in ihrem Verlauf durch zwei Themen bestimmt, die eine interessante Sicht auf die aktuell anstehenden Entscheidungen zulassen. Bürgermeister Clemens hat seine Haushaltsrede gehalten. Der neue Haushalt wurde durch den Kämmerer eingebracht. Es scheint so, als komme die Gemeidne im Jahr 2020 durch Bundeshilfen und Zuschüsse des Landes NRW noch mit einem blauen Auge davon. Doch für die kommenden Jahre zeigt sich, dass die Gemeinde zunehmend mit finanziell anspruchsvollen Herausforderungen konfrontiert sein wird. Der gut gefüllte Sparstrumpf wird in den kommenden Jahren – zumindest aus heutiger Sicht – langsam geleert werden müssen.

Vor diesem Hintergrund ist sich die CDU bewusst, dass in den kommenden Jahren zahlreiche Investitionen gestemmt werden müssen, die wohlbekannt sind: Feuerwehrhäuser, Gesamtschule, Schwimmhalle, Grundschulen sind hier die zentralen Punkte. Zumindest die letzten drei Themen müssen dabei zusammen geplant, gedacht und zusammenhängend finanziert werden. Hierbei sollte man sich aus unserer Sicht hüten, Pflöcke für die konkrete Ausgestaltung einer Sache einzurammen, bevor nicht der grobe Rahmen der Gesamtausgaben halbwegs skizziert werden kann. Aus diesem Grunde sind wir froh, dass der Antrag der SPD, der von den Grünen unterstützt wurde, keine Mehrheit im Rat gefunden hat. Es wäre falsch, sich für einen Neubau der Schwimmhalle zu entscheiden, bevor auch nur annähernd klar ist, welcher Investitionsbedarf für die Grundschulen notwendig werden wird. Der schlussendlich getroffene Beschluss lässt nun die weitere Gestaltung offen: von der Sanierung bis zum Neubau der Schwimmhalle, was beides nun aufgrund des bestätigten Dringlichskeitsbeschlusses eventuell förderfähig ist. Mit einem von der CDU eingebrachten Antrag soll die Klärung der Fragen zur Grundschulsituation beschleunigt werden – und damit die Grundlage für die Entscheidungsfindung für alle anstehenden Investitionen inklusive der Schwimmhalle geschaffen werden.

In den Wortbeiträgen wurde übrigens denjenigen, die nicht für einen sofortigen Beschluss zum Neubau der Schwimmhalle seien, vorgeworfen, verantwortungslos zu handeln. Der Neubau sei doch günstiger als die Sanierung. Eine interessante Feststellung, wo doch das in Auftrag gegebene Gutachten auch das Gegenteil vermuten lässt. Darüber hinaus sind Betriebskosten, Folgeeffekte für Grund- und Gesamtschule sowie die Anwohner am Peter-Dassis-Ring zu bedenken. Bei den Befürwortern eines sofortigen Neubaus spielte dies keine Rolle. Auch die CDU strebt zeitnah einen Entscheidung der Themen an. Sie kann aber erst dann sinnvoll getroffen werden, wenn ein Mindestmaß an Anforderungen und damit an Kosten in den unterschiedlichen Bereichen deutlich ist. Mit Augenmaß zu agieren ist angesichts der skizzierten Finanzlage aus unserer Sicht umso wichtiger. Es wird sich zeigen, wie dies in den kommenden Sitzungen gelingen wird.

In der Sitzung des Gemeinderates der Gemeinde Wenden wurde am 9.12. vergeblich versucht, die aktuelle, rein pauschaliert höhere Aufwandsentschädigung für die Vorsitzenden der Ausschüsse anzupassen. Seit 2017 wird für die Ausschussvorsitzenden – mit Ausnahme der Vorsitzenden für den Haupt- und Finanzausschuss und des Wahlprüfungsausschusses – die Aufwandentschädigung pauschal verdoppelt, obwohl die Vorsitzenden der Ausschüsse unterschiedlich stark zeitlich in Anspruch genommen werden. Damals wurde festgestellt, dass die Gesetzgebung auf Landesebene nachgebessert werden müsse, um dem gerecht zu werden. Dies ist zwischenzeitlich geschehen.

Die Verwaltung hatte nun vorgeschlagen, dass man die zusätzliche Entschädigung nach der Anzahl der Sitzungen und somit aus Sicht der CDU aufwandgerecht gestalten wollte. Natürlich sind die Vorsitzenden der Ausschüsse besonders gefordert und daher ist es auch gerechtfertigt, dass diese eine höhere Entschädigung als die übrigen Gemeinderatsmitglieder erhalten. Doch wäre mit einer Anpassung an die Sitzungszahl über die Zahlung von Tagegeldern eine Entschädigung nach Aufwand und zugleich eine Einsparung möglich gewesen. Über die kommenden fünf Jahre immerhin in Höhe von ca. 40000 Euro…  Aus unserer Sicht war dies ein vernünftiger Kompromiss aus Anerkennung für das besondere Amt und zugleich angemessen je nach Belastung. Leider ist die Umsetzung nicht möglich

Für die Änderung wäre eine 2/3 Mehrheit der Mitglieder des Gemeinderates notwendig gewesen: Angesichts der Befangenheit der aktuellen Ausschussvorsitzenden ein hohes Quorum. Interessant war dabei das Abstimmungsverhalten der UWG und der SPD. Statt klar zu sagen, dass man eine Reduktion ablehne, hat man sich enthalten. Eine aus unserer Sicht nicht gerade eine geradlinige Positionierung – zumal die Kritik des SPD-Fraktionsvorsitzenden, dass damit das Ehrenamt geschwächt werde, nicht nachvollziehbar ist, da den Ausschussvorsitzenden eine entsprechend höhere Entschädigung im Vergleich zu den „einfachen Mitgliedern“ gewährt worden wäre. Schade, dass die Chance vertan wurde, sowohl eine gerechtere und zugleich kostengünstigere Umsetzung der Entschädigung einzuführen.

Schauen wir mal, was die kommenden Sitzungen bringen werden…

Euer/ Ihr Bernd Eichert

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